Aargauer Volkslauf 2019 / Gelungener Saisonstart

Vorgeschichte

Der Aargauer Volkslauf ist mein traditioneller Saisonstart. 2015 bin ich zum ersten Mal die 10 Meilen gelaufen und schaffte das knapp unter 1:17h. Letztes Jahr war dann mit über 1:27h eher Schneckentempo angesagt. Der Aargauer Volkslauf ist immer eine gute Standortbestimmung für mich.

Silvia hat sich wieder als Helferin zur Ausgabe der Finisher-Geschenke gemeldet. Den Jungs ist es heute zu kalt zum laufen und sie bleiben zu Hause. Um 11:15 Uhr hole ich meine Startnummer ab, gehe kurz bei Silvia am Finisher-Stand vorbei und unterhalte mich nachher noch ein wenig mit Wickis. Die Temperatur beträgt ca. 7°C und es hat einige Regenwolken am Himmel. Für mich ideale Laufbedingungen, allerdings ist es vor dem Start halt nicht so komfortabel.

Um 12:00 Uhr mache ich mich laufbereit und gehe noch ein paar Minuten einlaufen. Mein Ziel ist eine Zeit unter 1:25h. Ich kann aber meinen Formstand nicht richtig einschätzen und bin gespannt, wie es laufen wird.

Aargauer Volkslauf 2019

Um 12:15 Uhr erfolgt der Startschuss. Wie immer am Anfang etwas ein Gedränge. Ich versuche einen guten Rhythmus zu finden und nicht zu schnell zu starten. Den ersten Kilometer laufe ich in 5:02 Minuten. Etwas schneller als ich wollte, aber völlig in Ordnung. Das Feld verteilt sich dann langsam und das Gedränge wird kleiner. Eigentlich wollte ich so mit einer 5:10 bis 5:15er-Pace laufen. Die Uhr zeigt aber, dass ich leicht unter 5:00/km laufe. Der Puls ist aber immer noch leicht unter 150 Schlägen und es fühlt sich locker an.

Also Tempo mal halten und in den Körper reinhören. So nach 4 Kilometern oder 20 Minuten wird es dann normalerweise etwas härter. Wir verlassen die Stadt und bei Kilometer 3 geht es über die Suhre. Bei Kilometer 3.5 habe ich immer noch das Gefühl, ich sollte das Tempo gut halten können und ich überlege mir, ob ich eine Zeit unter 1:20h anstreben soll. Bei Kilometer 4 habe ich einen Viertel der Strecke in 19:35 Minuten geschafft und beschliesse definitiv, mein Ziel auf unter 1:20h zu setzen.

Bei der Verpflegung nach 5 Kilometern trinke ich ein paar Schlucke Wasser. Es beginnt ganz wenig zu regnen, was mich aber überhaupt nicht stört. Perfektes Laufwetter! Nur die zahlreichen Pfützen sind etwas nervig. – In der Vergangenheit habe ich auf der zweiten Streckenhälfte jeweils etwas gelitten. Die Kräfte schwinden und statt leicht abwärts geht es nun leicht aufwärts. Ich bin gespannt, wie es mir heute ergeht.

Nach 8 Kilometern, beim Kraftwerk Rupperswil wechselt die Richtung nun also. Ich trinke nochmals ein paar Schlucke Wasser und versuche mein Tempo zu halten. Eine gross gewachsene Läuferin, welche mich schon zwei Mal überholt hat und jeweils bei der Verpflegung wieder zurückgefallen ist, setzt wieder zum überholen an. Dieses Mal beschleunige ich etwas und halte mit ihr mit.

Der Puls ist in den 150er und somit immer noch in einem recht komfortablen Bereich. Auch muskulär habe ich keine Probleme und es fühlt sich alles tiptop an. Kilometer 9, 10, 11 und 12 gehen ohne Probleme durch. Ich habe ungefähr anderthalb Minuten Vorsprung auf die 1:20h und jetzt im letzten Viertel will ich nochmals ein wenig angreifen.

Bei Kilometer 13 hänge ich mich dann an einen schnelleren Läufer und konzentriere mich nur auf seine Schuhe. Die Welt um mich verschwindet und ich komme in einen mentalen Tunnel. Obwohl ich nun noch schneller laufe, fühlt es sich ganz leicht an. Leider trinkt er dann bei Kilometer 14 und ich muss ihn überholen. Ab jetzt bin ich auf mich selber gestellt und versuche noch etwas schneller zu laufen.

Ich kann ein paar Läufer überholen, welche nicht mehr viel Reserven haben. Als ich dann auf die Tartanbahn des Stadions komme, entdecke ich rund 100 Meter vor mir Pius Wicki. Die Lücke zu ihm sprinte ich dann noch zu, so dass wir gemeinsam durchs Ziel laufen können. Ein schöner Abschluss eines tollen Laufs.

Fazit

So wie heute konnte ich den Aargauer Volkslauf noch nie geniessen. Die Pace hat von Beginn gepasst und ich konnte es schön gleichmässig durchziehen und gegen Ende sogar noch zusetzen. So macht es Spass und ich bin motiviert, nun richtig mit dem Lauftraining für die neue Saison zu starten. Nächster Fixtermin ist der Swiss Canyon Trail 45K am Pfingst-Samstag.

 

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