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Die 100km von Biel

Vor dem Rennen
Zusammen mit meinem Fahrradbegleiter Mark Schelbert, machte ich mich am Freitag Abend um 18:30 Uhr auf den Weg nach Biel. Auf der A1 hatten wir Stau und Kolonnenverkehr von Oftringen bis Niederbipp. Wir erwischten einen der letzten Plätze auf dem offiziellen Parkplatz. Ich holte die Startnummer und das „Coach“-Schild für die Fahrradbegleitung. Dann haben wir uns in der Turnhalle umgezogen und anschliessend auf der Terrasse vor dem Kongresshaus noch etwas getrunken.

Der Abend war herrlich warm und es herrschten perfekte Bedingungen für das Rennen. Nach 21:00 Uhr machte ich mich bereit für das Rennen. Ich habe Füsse, Brustwarzen und Schlüsselbeine getapt und meinen Laufrucksack gepackt. Mark hat das Velo bereit gemacht und ist dann mit dem Fahrradkonvoi unter Polizeibegleitung nach Lyss gefahren.
Vor dem Start habe ich noch meinen Militär-Kollegen Philipp Eschler getroffen, welcher sich den 100er mit seiner Frau aufgeteilt hat. Ich war gespannt auf die kommenden Stunden. Um 21:45 habe ich mich dann in die Menge (ca. 1000 Starterinnen und Starter) eingereiht. Lustigerweise kam 3 Minuten vor dem Start das Lied „Guardian“ von Alanis Morisette. Dieses Lied hatte ich mir vor dem 50km Lauf im Mai zur Motivation mehrmals angehört. Ich wertete das als gutes Omen für die anstehenden Kilometer.
Start
Genau um 22:00 Uhr fiel dann der Startschuss und die Menge machte sich auf den Weg. Das Startgedränge war ich mir vom Zürich-Marathon gewohnt. Zum Glück geht es bei einem Ultramarathon bedeutend gemächlicher und friedlicher zu. Da ich den GPS-Empfang auf der Pulsuhr ausgeschaltet hatte (Akku reicht sonst nicht), musste ich meine Startgeschwindigkeit anhand der Kilometermarkierungen selber errechnen. Ich hatte mir 6min/km vorgenommen, was dann genau 10km in der Stunde ergibt.
Kilometer 0 bis 10
Den ersten Kilometer lief ich in 6:30, also tiptop und vor allem nicht zu schnell. Nach 3km war ich dann genau auf dem 6min-Schnitt. Nach einer Runde durch die Stadt mit vielen Zuschauern, ging es über das Stauwehr in Port zur ersten Steigung bei km 7. Den Anstieg nach Bellmund marschierte ich grösstenteils, um den Puls nicht zu hoch zu treiben und zu früh meine Kräfte zu verschleudern. Beim Downhill nach Jens versuche ich dann Gas zu geben, ohne den Körper zu fest zu belasten. In Jens wartet mein einziger Fan an der Strecke. Fabienne (meine Schulkollegin aus der Coaching-Ausbildung) steht um 23:00 wie versprochen an der Strecke. Ich halte kurz an und eine Umarmung liegt drin, dann schickt sie mich gnadenlos wieder auf die Strecke: „Du muesch jetz laufe, nid umestoh!“. Da ich ja gewohnt bin, Frauen zu gehorchen, mache ich mich wieder auf die Socken. Kurz nach Jens sind dann die ersten 10 km geschafft. Trotz des Hügels, bleibe ich mit 59:21 knapp unter den 60 Minuten. Punktlandung!
Kilometer 10 bis 20
Die nächsten 10km über Aarberg bis vor Lyss sind topfeben. Ich habe nun meinen Rhythmus gefunden und laufe mit einem Puls von gut 150. Viele Läufer sind zu zweit unterwegs und unterhalten sich. Ich hänge mich an solche Zweiergruppen und lausche deren Gesprächen. So läuft es sich locker. Bei den Verpflegungsposten laufe ich jeweils durch, da ich Getränk und Essen im Rucksack habe. Auf dieser Strecke überholt uns die Spitze des Marathons. Zum Glück sind die Teilnehmer der kürzeren und Staffetten-Rennen auf dem Rücken bezeichnet, sonst gäbe es wahrscheinlich psychische Probleme, wenn man immer von schnelleren Läufern überholt wird. Höhepunkt dieser Etappe ist die Passage der Holzbrücke und anschliessend der Altstadt von Aarberg. Volksfeststimmung
Nach Aarberg wird es dann wieder ruhiger, obwohl in allen Dörfern die Leute auch nach Mitternacht noch draussen sitzen und die Läufer motivieren. Mir geht es gut, nur am linken Bein habe ich einen Schmerz zwischen Knöchel und Schienbein, welcher schon längere Zeit da ist. Beim 20km-Schild kontrolliere ich meine Zwischenzeit: 59:14 für die zweiten 10 km, perfekt im Plan.
Kilometer 20 bis 30
Die dritte Etappe ist wieder eine schwierige, mit einigen Höhenmetern beim Aufstieg nach Grossaffoltern. Anderseits dürfen ab Lyss die Velos mitfahren und ich kann auf den Support von Mark zählen. Beim ausgemachten Treffpunkt am Ende von Lyss, wartet aber kein Mark. So rufe ich ihn an und er ist noch in Lyss beim McDonalds, wo er mich verpasst hat. So schnell bin ich anscheinend durchgehuscht. Er gibt Gas, um mich aufzuholen, was nicht ganz einfach ist, da die Strasse eng und mit Läufern und Velos ziemlich verstopft ist. Mir geht es immer noch gut und bei den steilen Stellen marschiere ich wieder. Das Wasser geht mir allerdings aus und ich fülle eine Flasche bei der Verpflegungsstation bei km 25. Ich esse ein Stück Banane und etwas Brot. Bald nach der Verpflegungsstation ist dann Mark bei mir, was das laufen natürlich angenehmer macht. Nach 29km haben wir den Scheitelpunkt dieses Anstiegs erreicht und es geht wieder runter bis km 30 und dem nächsten Verpflegungsposten. Ich beauftrage Mark, welche Flaschen er wie zu füllen hat. Ohne ihn zu informieren steuere ich ein freies ToiToi an und schaffe mir Erleichterung. Kaum zu glauben, wie zufrieden man morgens um 1:00 Uhr mit einer Stirnlampe, verschwitzt und müde in einer Plastik-Scheiss-Kabine sein kann. Nach dem Boxenstopp laufe ich wieder los. Wo ist wohl Mark jetzt? Hinter mir oder vor mir? – Die Frage klärt sich bald, als er mich überholt. Leider merkt es dies nicht und mir geht es zu schnell, damit ich ihm zurufen kann. Er merkt bald, dass etwas nicht stimmen kann und wartet auf mich. Alles wieder in Butter. Die Zwischenzeit bei 30km sagt: 1:00:10 für die Etappe. Immer noch genau im Plan.
Kilometer 30 bis 40
Easy-Etappe, 10 km leicht abfallend durch das Limpachtal. In meiner Planung wollte ich hier eigentlich Gas geben. Die Schmerzen am linken Fuss sind aber nicht verschwunden und werden eher stärker. Zudem habe ich Respekt vor dem Aufstieg zwischen km 40 und 50. So halte ich einfach meinen Rhythmus ein. Ich laufe meist alleine. Zwischendurch werde ich überholt, manchmal überhole ich. Mein Schritt ist immer noch rund und flüssig. Bei einigen anderen Läufern sieht das bereits anders aus. Die ersten machen nun auch auf den flachen Stücken Gehpausen. Mein Ziel: Ich marschiere nur bergauf! Zwichendurch bekomme ich lästiges Seitenstechen (anscheinend haben meine Eingeweide nach dem ToiToi-Stopp zu viel Platz). Ich nehme das aber locker und rechne mir aus, dass es nur noch ca. 25 Minuten bis zur nächsten Steigung dauert und das Seitenstechen beim marschieren sicher weggeht. Mark meint, ich solle einfach nicht alle seine Sprüche kommentieren, dann würde es sich mit dem Seitenstechen geben. Zeit für diese 10km: 1:02:22. – Nicht wie erhofft unter 60 Minuten, aber auch kein dramatischer Einbruch. Alles im Lot!
Kilometer 40 bis 50
Aus meiner Sicht die „Königsetappe“, mit dem langen Aufstieg nach Buechhof. Kaum ins marschieren gewechselt, war das Seitenstechen weg. Dafür machte sich mein linker Fuss nun immer stärker bemerkbar. Ich marschierte so zügig wie möglich hoch, der Puls sank etwas ab, bewegte sich aber immer noch bei fast 150. Im linken Schuh hatte ich nun auch noch Steine, so setzte ich mich kurz auf die Strasse, als ich den höchsten Punkt der Strecke erreicht hatte, und leerte den Schuh. Dann sofort wieder zurück auf die Strasse und im Laufschritt Richtung „Halbzeit“. Aufmerksame Beobachter haben uns auf unser Coop-Körbchen auf dem Velo angesprochen. Selbstverständlich haben wir dieses nur ausgeleiht und werden auch auf jegliche Superpunkt-Ansprüche für diese 100km verzichten. Nach Jegenstorf erreichen wir die 50km-Marke. Weiter bin ich noch nie am Stück gelaufen. Ab jetzt beginnt Neuland. Für die Königsetappe habe ich 1:07:55 gebraucht. Das ist okay, von meinem Traum eines 10h-Finishs muss ich mich nun aber langsam verabschieden.
Kilometer 50 bis 60
In meiner Planung, wollte ich auf dieser Etappe Gas geben, da es auf der ganzen Strecke leicht abwärts geht. Nach Kilometer 50 war mir aber gar nicht richtig nach Tempo machen. Ich machte mir zudem etwas Sorgen betreffend den Kilometern 56 bis 66. Das ist der berühmt/berüchtigte Emmendamm, auch „Ho-Chi-Min-Pfad“ genannt. Dort sind keine Velo-Begleiter zugelassen, da der Weg zu eng und steinig ist. Ich hatte Zweifel, ob ich ohne Mark im Laufschritt bleiben würde. Beim Verpflegungsposten Kirchberg (km 56) trennten sich dann unsere Wege und wir verabredeten uns beim Posten Gerlafingen wieder. Ich nahm mir einen Becher Bouillon und einen Becher Tee, zudem Banane und Linzertörtchen. Dann setzte ich mich auf hin und wollte eine kurze Pause machen. 

Nach einem Selbstportrait, war mir die Pause dann bereits verleidet und ich habe mir überlegt, dass ich besser im Marschieren Pause machen würde. Also bin ich wieder aufgestanden und alleine losmarschiert. Nachdem ich die Becher wieder los hatte, habe ich dann wieder in den Laufschritt gewechselt. Der „Ho-Chi-Min-Pfad“ konnte kommen. Genau als sich der Weg verengte, bin ich auf einen anderen Läufer mit einer auffallend farbigen Laufjacke aufgelaufen. Ich hätte überholen können, dachte mir aber, ich häng mich jetzt einfach mal locker an den dran. Was dann folgte, war wohl der Beste Teil der ganzen Strecke. Ich habe mich nur noch auf die Füsse meines Vordermannes konzentriert, hinter mir hat auch noch einer angehängt und so sind wir wie ein Schnellzug die nächsten 7km bis Utzensdorf auf dem Singletrail gewetzt. Nach den vielen Asphaltstrassen, war dies mal eine tolle Abwechslung und obwohl es anspruchsvoll war, hat es total Spass gemacht! Meine „Lokomotive“ war wahrscheinlich ein Pole, jedenfalls war seine Jacke so bezeichnet. Bei der nächsten Verpflegung ins Utzensdorf, habe ich ihn dann überholt und bin alleine weitergelaufen. Für die 10 km habe 1:06:36 benötigt. Keine Tempoverschärfung, aber auch kein Einbruch!

Kilometer 60 bis 70
Auch diese Etappe mehrheitlich abwärts. Ich freute mich auf Gerlafingen, da ich dort erstens Mark wieder treffen würde (hoffentlich) und zweitens es ab dort wieder zurück Richtung Westen und Biel ging. Die Reststrecke beträgt nicht mal mehr einen Marathon, allerdings verknüpfe ich mit Marathon leidvolle Erfahrungen und vertiefe diese Gedanken deshalb nicht weiter. Ich freue mich nun auf die steigennden Kilometer nach Gerlafingen. Insbesondere auf den steilen Anstieg nach Bibern. Dort darf ich endlich wieder mal marschieren. Zuerst aber das Wiedersehen in Gerlafingen mit Mark. Diesmal klappt das Treffen auf Anhieb. Ich tausche bei ihm meine leeren Flaschen und weiter gehts. Mit Gesellschaft läuft es sich einfach leichter. Ab und zu werden wir von Staffetten-Läufern überholt, das ist eine kleine Abwechslung und macht vor allem Freude, wenn es hübsche Frauen sind. Manchmal überholen wir auch andere Läufer, welche marschieren. Mein Ziel immer noch: Ich marschiere nur die steilen Steigungen! Für km 60 – 70 benötige ich 1:03:32 (endlich wieder schneller). Es ist nun ca. 05:20 Uhr, es dämmert bereits seit längerem, aber es ist ziemlich kühl. Mein nächstes Ziel ist der Sonnenaufgang!

Kilometer 70 bis 80
Die letzte „Bergetappe“. Alles ist in Ordung. Nur mein linker Fuss schmerzt wie schon seit 50 km. Kein Grund zum Jammern! Also weiter. Seit ungefähr 6km (=40 Minuten) überlege ich mir, was Sonnenaufgang auf englisch heisst. Mir kommt immer nur „sunset“ in den Sinn. – Dann genau im richtigen Moment: „sunrise“!!!

Auftrag an den Velo-Begleiter: „Sunrise fotografieren“. Auftrag erfüllt! – Nach Bibern dann der letzte steile Anstieg mit marschieren. Die Schmerzen im linken Fuss nerven mich nun und ich mache den Schuh viel lockerer. Das bringt etwas Linderung, allerdings hätte ich das schon viel früher machen sollen. Man lernt immer dazu! Auf dem langen Abstieg nach Arch lasse ich es ziemlich fliegen, keine Rücksicht auf Verluste mehr. Wir passieren die 80km Tafel. 1:06:34 für die Bergetappe. Das macht Freude. Ein Finish unter 11 Stunden sollte so ohne Probleme möglich sein. Mark erzählt bereits von Kaffee und Gipfeli.

Kilometer 80 bis 90
Ab Arch geht es der Aare entlang bis nach Biel. Eine wunderschöne Laufstrecke für einen Samstag morgen. Es würde aber sicher etwas entspannter gehen, wenn man nicht schon die ganze Nacht unterwegs wäre. Das Bedürfnis nach Schlaf ist nun aber weg, da es wieder Tag ist. Zudem ist es nun wieder wärmer und somit angenehmer. Pulsmässig dürfte ich schneller laufen, ohne mich zu überlasten. Also probiere ich das. Ich mache kleinere, dafür schnellere Schritte und probiert aufs Gas zu drücken. Zack, da sind Krampferscheinungen in der linken Wade, später im rechten Oberschenkel. Ich wechsle ins marschieren, trinke Fitline-Drink und esse Salzbretzel. Schon bald geht es wieder besser, und ich kann wieder laufen. Temposteigerungen liegen aber bis ins Ziel keine heftigen mehr drin. Höhepunkt dieser Etappe ist ein blonder Engel mit modischer Laufjacke. Wir überholen, werden wieder überholt und können dann nochmals überholen. In Büren an der Aare hat es dann wieder mal Leute am Strassenrand, welche die Läufer anfeuern. Nur noch 13km. Diese Strecke laufe ich normalerweise nach dem Nachtessen oder vor dem Morgenessen. Ich freue mich auf die letzte Zwischenzeit bei km 90:  1:04:04. Trotz kleinen muskulären Problemen immer noch sehr konstant unterwegs. Die letzen 10 können kommen!

Kilometer 90 bis 100
In meinen Träumen hatte ich mir ja ausgemalt, wie ich hier dann die Spitzengruppe überhole und zum Sieg laufe 🙂 ! Von Gruppen war hier aber nicht mehr viel zu sehen. Die Läufer kämpfen sich einzeln dem Ziel entgegen. Zwei Gedanken halten mich am Laufen:
1.) Tipp von Susanne Nau bzw. Max Schiefele: „Nicht denken, Martin, laufen!!!“
2.) Ich hab mir gesagt: „Die Schmerzen habe ich nur bis über die Ziellinie. Nachher sind die sofort weg.“ – Dieser Gedanke sollte sich später als nicht ganz zutreffend erweisen. 8 km vor dem Ziel war er aber hilfreich.

Bei km 95 überholte mich dann mein Cou-Cousin Patrick aus Rothrist. Er war als Staffettenläufer für den TV Rothrist unterwegs. Es ging für uns beide zu schnell und wir haben uns erfreulicherweise im Ziel noch getroffen. Ab jetzt waren alle Kilometer einzeln bezeichnet. Also Reststrecke mit 7 Minuten multiplizieren und die Restdauer des Leidens ist exakt bekannt.

Beim 99km-Schild das obligatorische Foto. Dann rein in die Stadt, zweitletzte Kurve, durchs Festzelt laufen, letzte Kurve und dann über die Ziellinie! Ein toller Augenblick. Finisher-Medaille umhängen. Umarmung und Dank an Mark  für die Begleitung. Dann Festbank suchen und durch den Begleiter Gipfeli und Rivella holen lassen. Zeit für die letzen 10km: 1:07:25.
Total: 10:37:18 / 192. Platz von 801 Männern / 24. Platz von 63 in der Kategorie M35
Freude herrscht!
Nach dem Lauf
Nach dem Gipfeli gings unter die Dusche. Die Dusche musste noch durch das Überwinden einer Treppe verdient werden. Mark hatte schon seit zwei Stunden geschwollene Augen infolge Pollen und wartete noch sehnsüchtiger auf die Dusche als ich. Natürlich haben wir uns während dem Duschen wieder verloren und ich habe ihn später schlafend in der Turnhalle wiedergefunden. 100km sind auch für die Begleiter kein Zuckerschlecken. Blasen oder Ähnliches hatte ich keine. Diesmal habe ich auch keine Zehennägel geopfert. Nur der linke Knöchel bereitete mir Schmerzen. 
Die Heimfahrt ging dann zügig. Unterwegs haben wir noch das ausgeborgte Fahrrad in Rothrist abgeladen. Zu Hause das Auto ausladen, nichts auspacken, Medaille an die Jungsmannschaft abgeben, Frau küssen und ab ins Bett. Den Nachmittag habe ich dann verschlafen. Um 18:00 haben wir uns dann im Bären Holziken zum Abschluss-/Feier-Essen mit Mark und Martina getroffen. Mir ging es ziemlich gut und ich war natürlich zufrieden und dankbar, dass es so gut funktioniert hat.
The Day after (Sonntag)
Während der Nacht wurden die Schmerzen im linken Sprunggelenk stärker. Ich habe einen Eisbeutel aufgelegt. Am Morgen war dann eine ordentliche Schwellung sichtbar. Also einen Easy-Tag einlegen und viel kühlen, salben und bandagieren. Ziel ist am Montag wieder einen einigermassen aufrechten und runden Gang hinlegen zu können. Dauernd Facebook konsultieren und die Gratulationen entgegen nehmen. (Ich habe ja immer gewusst, dass ich der Beste bin. Jetzt wissen es auch alle anderen).
Kurzbesprechung mit meiner Frau: „Was ist Deine Meinung zu diesem 100km-Projekt?“ – Anwort Silvia: „Ich frage mich nur: Was folgt als nächstes? 200km?“ – Anwort Martin: „Nein, 111km, 2000 Höhenmeter, am 21. September bei The Wayve“. 
Montag Morgen
Das Sprunggelenk eignet sich zwar noch nicht wieder zum Springen. Es geht aber schon viel besser. Ich schreibe meinen Laufbericht fertig und schwelge in den Erinnerungen. Ich glaube irgendwie macht das schon etwas süchtig. – Das nächste Mal binde ich mir die Schuhe nicht mehr so eng!
Dank
Ein herzliches dankeschön an alle, welche mich in irgendeiner Form unterstützt haben. 
Besonders danken möchte ich:
Meiner Frau Silvia: Für die Toleranz und die Unterstützung bei meinen Ego-Projekten.
Markus Hauri: Für die Begleitung bei „The Wayve 2012“. Es waren harte, aber sehr wertvolle Erfahrungen.
Meinen Coaching-Mates von OL16: Hier ist das Commitment gewachsen, welches mich bis zum Start und dann auch ins Ziel in Biel gebracht hat. Speziell an Marion betreffend Motivation für die Regentrainings und Fabienne als nächtliche Unterstützung an der Strecke. 
Susanne Nau: Meiner persönlichen Coach, für die vielen Tipps bezüglich Training und Wettkampf.
Mark Schelbert: Für die Begleitung während den 100km. (Ohne Rücksicht auf das eigene Wohlbefinden)
Tinu Bühler: Für das hervorragend gewartete Begleit-Velo, welches wir ausleihen durften.
Eine solche Leistung ist nur möglich, wenn das gesamte Umfeld stimmt! Wenn ich Euch irgendwie helfen kann, bin ich gerne dabei!
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